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Pflegemodell


Pflegemodelle beschreiben aus unterschiedlichen  Perspektiven und mit verschiedenen
pflegewissenschaftlichen Hintergründen, was Pflege bedeutet.

Um effektiv zu arbeiten und einen bestimmten Pflegestandard zu  garantieren, muss sich
die Pflege von der intuitiven zur geplanten Pflege entwickeln. Professionelle Pflege benö-
tigt eine systematische Beschreibung des Tätigkeitsfeldes, wozu Pflegemodelle zur Hilfe
genommen werden.

Unsere Einrichtung orientiert sich am Rahmenmodell einer ganzheitlichen fördernden Pro-
zesspflege  nach Monika  Krohwinkel. Frau  Krohwinkel  ist Professorin  für Pflege  an der
Fachschule Darmstadt. Ihr  konzeptuelles Modell der  Aktivität und der existentiellen Erfah-
rungen des Lebens ( AEDL ) hat sie  in  einer 1991 abgeschlossenen Studie  erprobt und weiterentwickelt.

Als ganzheitliches Modell sieht es Pflege und den zu Pflegenden im Zusammenwirken von
Mensch,  Umgebung, Gesundheit, Krankheit  und Pflege.  Dieses Pflegemodell wird durch
die 13  Aktivitäten und  existenziellen Erfahrungen  des Lebens ( AEDL ) gebildet, die sich
zwar unterscheiden, aber nicht voneinander trennen lassen.

Die AEDL
 1 Kommunizieren können Wahrnehmungsfähigkeit, Ausdruck von Gefühlen, Gestik,
emotionale Bedürfnisse, Sprache, Mimik, Hören, Sehen
(Hilfsmittel), Erinnerung, Konzentration
 2 Sich bewegen können Aktive und passive Kontrakturenprophylaxe, Gehen, La-
gerung, Gleichgewicht, Gleichgewichtsstörungen, Be-
achtung von Lähmungen, Spastiken und Bewegungs-
einschränkungen, Vermeidung von Dekubitalgeschwüren
und lagerungsbedingten Ödemen.
 3 Vitale Funktionen des
Lebens aufrecht erhalten
können
Atemfähigkeit (Atemverhalten, Husten, Verschleimung,
Infekte, Atemstörungen, Atemnot), Kreislauf (Durchblu-
tung, Blutdruck, Puls), Wärmeregulation (Fieber, Schwit-
zen, Frieren), Vermeidung von Pneumonie und Thrombo-
se
 4 Sich pflegen können Körperpflege, Hautzustand, Hautschäden (Rötungen,
Schwellungen, Blasenbildungen, Ödeme, Hautdefekte,
Allergien, Infektionen)
 5 Essen und Trinken können Kostformen, Bedürfnisse und Gewohnheiten, Nahrungs-
aufnahme und Flüssigkeitszufuhr, Appetit und Ge-
schmacksempfinden, Nahrungszubereitung (Diäten,
Sondenkost), Beachtung von Zahnstatus, Situation des
Zahnfleisches, Zustand der Zahnprothesen, Kauen und
Schlucken (Übelkeit, Erbrechen)
 6 Ausscheiden können Kontinenz - Inkontinenz, Beachtung von Obstipation und
Diarrhöe
 7 Sich kleiden können Bevorzugte Kleidung
 8 Ruhen, schlafen können Schlafgewohnheiten, Schlafstörungen, Schlafrhythmus,
Beachtung von Schlafzeiten
 9 Sich beschäftigen können Tagesgestaltung, Hobbys, selbstständige Aktivitäten
 10 Sich als Mann oder Frau
fühlen und verhalten können
Sexualität, Beachtung von Privatsphäre und persönlichen
Vorlieben
 11 Für eine sichere und för-
dernde Umgebung sorgen
können
Psychische Sicherheit, Orientierungshilfen, Beachten
von Gefährdungen
 12 Soziale Bereiche des
Lebens sichern können
Bestehende soziale Beziehungen und Kontakte aufrecht-
erhalten (Verwandte, Bekannte), Angemessenheit der
Wohnräume, Beachtung der Biografie
 13 Mit existenziellen Erfah-
rungen des Lebens um-
gehen können
existenzfördernde Erfahrungen (Wiedergewinnung von
Unabhängigkeit, Zuversicht, Freude, Vertrauen, Sicher-
heit, Hoffnung, Wohlbefinden und Lebensfreude), exis-
tenzielle, gefährdende Erfahrungen (Verlust von Unab-
hängigkeit, Angst, Sorge, Misstrauen, Trennung, Isola-
tion, Ungewissheit, Hoffnungslosigkeit, Schmerzen,
Sterben und Tod), Beachtung der lebensgeschichtlichen
Erfahrungen und Biografie (Weltanschauung, Glaube,
Religion)






   














 


































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